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Visionen 2012

Visionen Heinz Scheel

Visionen Heinz Scheel

Allen Besuchern meiner Seite, Bloggern, Leserinnen und Lesern und den Gästen meiner Seminare möchte ich für bewegende Zeiten und Treffen bis zum heutigen Tag danken und eine Frage stellen:

>>Welche Ähnlichkeiten haben Albert Schweitzer, Steve Jobs, Sie und ich? Welche gemeinsamen Anlagen zeichnen uns aus?<<

Diese Tage wachte ich mit einem Zitat von Albert Schweitzer auf:

>>Mit den Jahren runzelt die Haut, mit dem Verzicht auf Begeisterung aber runzelt die Seele. Du bist so jung wie deine Zuversicht, so alt wie deine Zweifel. So jung wie dein Selbstvertrauen, so alt wie deine Furcht, so jung wie deine Hoffnungen, so alt wie deine Verzagtheit.<<

Steve Jobs äußerte in einer bewegenden Rede:

>>Eure Zeit ist begrenzt. Vergeudet sie nicht, indem ihr das Leben eines anderen lebt. Hab den Mut, eurem Herzen, eurer Intuition zu folgen. Bleibt hungrig, bleibt verrückt.<<

Nur die wenigsten sind hungrig und verrückt und von Ideen und Visionen besessen. Es geht darum, den eigenen Weg, das eigene „Zuhause“ im Einklang mit dem „Großen Geschehen“ in unserer globalen Informationswelt zu leben.

Britta Heidemanns Buch „Erfolg ist eine Frage der Haltung “ beschreibt ihren persönlichen Weg, Zitat aus einem Interview:

>>Es geht dabei vor allem um die Haltung zu sich selbst, zu den eigenen Zielsetzungen und Bemühungen und dem eigenen Weg. Die positive Einstellung, die Portion Lebensoptimismus, das ist etwas, zu dem man sich entscheiden kann. Mit Haltung meine ich in meinem Buch aber auch noch eine andere Bedeutung: die körperliche Haltung und das Auftreten. Wer aufrecht durchs Leben geht und Haltung bewahrt, dem gelingt einiges leichter.<<

>>Doch wer will überhaupt eine Goldmedaille wie Britta Heidemann gewinnen, der Ethik von Albert Schweitzer oder den Spuren von Steve Jobs folgen? Ist Reflektion unerlässlich, um der eigenen Vision zu begegnen und sich für sie begeistern zu können? Wer kennt seine speziellen Anlagen, die im Inneren schlummern oder brach liegen?<<

>>Das sind elementare Fragen. Denn ob einer die Begabung zu einem reproduzierenden Musiker in einem Orchester hat, oder die Fähigkeit eines Dirigenten oder gar das Genie eines Komponisten, das sind drei paar verschiedene Stiefel. Und es gibt das Publikum, dem Musik einfach nur gut tut. Wer weiß, vielleicht gipfelt sogar das Talent, genießen zu können, in der höchsten Kunst – der Lebenskunst.<<

Vergnügen, Erfolg und Wohlgefühl schließen einander wahrlich nicht aus.

Wer Mut zur Eigenverantwortung, zu Visionen und Selbstbestimmung aktivieren will, ist herzlich zu meinen Seminaren 2012 eingeladen. Lebenskunst, Begeisterung, Wachstum, Wandel, Weisheit, Erfolg und Führungsqualität – auch sie hängen mit unserer persönlichen Haltung zusammen.

Zurück zu meiner Eingangsfrage:

>>Welche Ähnlichkeiten haben Albert Schweitzer, Steve Jobs, ich und vielleicht auch Sie? Welche gemeinsamen Anlagen zeichnen uns aus?<<

Wie lautet meine eigene Antwort? Hier ist sie: Es ist die Fähigkeit zur Begeisterung, zur Vision, der Mut zum Risiko und… bestimmt noch etwas mehr…

Coming Home

Bergsteigen  Foto: Hans Baumann

Bergsteigen Foto: Hans Baumann

Am Neujahrstag 2012 sind von Hans Baumann aus der Schweiz Impressionen zum Seminar „Meditation – Stille – Energie“ im Kloster Schöntal Ende Oktober 2011 eingegangen. Hier seine musikalische Komposition und Umsetzung dieser erfüllenden Tage im Instrumental-Stück «Coming Home»

und sein Text:

>>Auch die Reise zu sich selber…

…beginnt mit einem ersten Schritt. Schon als junger Mensch liebte ich das Reisen, damals noch im eher klassischen Sinne – das Entdecken und Erleben von Land und Leuten – den Blick voraus. Den Schritt über den eigenen kulturellen Horizont hinaus zu wagen, habe ich stets mit großem Genuss erlebt und gelebt.

Die Affinität zum Reisen hat sich selbst im beruflichen Umfeld gezeigt. Ich hatte viele Jobs, bei denen die Bereitschaft zum Reisen unabdingbare Voraussetzung war. Bis sich dann die Prioritäten in meinem Leben zu Gunsten des «Sesshaft Werdens» verändert hatten. Diese Form des Daseins habe ich längst auch lieben und schätzen gelernt. Infolge sukzessiv gewachsener familiärer und beruflicher Strukturen sind in den letzten Jahren Reisen sehr seltene Ereignisse geworden.

Vielleicht haben sich auch meine Sehnsüchte verändert? Früher wollte ich schnelle Autos fahren, ständig stark sein, hohe Berge bezwingen, im Bett der Größte sein, am Lagerfeuer sitzen und von wilden Abenteuern erzählen. Klar, dabei war auch manches Mal der Durst groß genug, um den Vorrat an Flüssigem zu radikal zu vernichten. Tags darauf folgte hin und wieder mal die leise Erkenntnis, dass ich eben auch nur einsam und verletzlich bin, überfordert vielleicht, schwach und irgendwie verloren in dieser verrückten Welt.

Mit zunehmendem Alter habe ich (wohl auch als Folgeerscheinung der oben erwähnten Erkenntnis und eines wachsenden metaphysischen Bewusstseins) den speziellen Reiz der Reise zu sich selber entdeckt. Manch ein kluger Kopf hat hierzu schon notiert, dass dies vielleicht eines der letzten großen Abenteuer ist, welches uns Menschen in diesem Leben, auf diesem Planeten noch winkt.

Dabei halte ich es mit J. W. von Goethe: «Man reist nicht nur, um anzukommen, sondern vor allem, um unterwegs zu sein». Und genau auf diesem Weg ist mir vergangenen Herbst das Kloster Schöntal ‹begegnet ›. Interessanterweise hatte ich bei der Ankunft nie das Gefühl an einem fremden Ort angekommen zu sein, sondern es war das vertraute, wohlige Gefühl des ‹Heimkommens›. Habe bereits nach kurzer Zeit gespürt, dass mir dieser Ort sehr gut tut. Ich habe bereits viel mit nach Hause genommen von dieser «Reise» und möchte sie gerne fortsetzen…

Danke Heinz, für das bereichernde Seminar, für die wunderbaren und sehr aufschlussreichen Tage, die ich dort verbringen durfte. Freue mich bereits auf die nächste Begegnung, auf den nächsten Besuch in Schöntal. Hans Baumann, Nunningen (Schweiz)<<

Pause – nichts tun

Pause

Pause

„Nichtstun“, Pause machen – wie klingt das? Was löst es aus? Im Omomomblog sind eine Weile keine Artikel erschienen. Warum? In den von mir geleiteten Seminaren wird das Thema von Pausen und kreativen Methoden nicht nur angesprochen, sondern gelebt. Es war an der Zeit, das auch in diesem Blog zu realisieren. Deshalb hat sich der Omomomblog zum Nichtstun durchgerungen und sich eine schöpferische Artikelfreiheit erlaubt. Zeit, das Leben zu genießen und sich anderen Projekten der Kunst zu widmen. Vor allem der Lebenskunst! Lebenskunst? Was sagt dein Künstler dazu?

>>Künstler bekritteln bisweilen, erst die Nachwelt nimmt vom Wert der Werke Notiz. Dabei sind sie in ganz alltäglicher Gesellschaft der Schaffenden und Raffenden. Es wird gemacht und getan und gehortet, um einzuheimsen, Ansehen, Ruhm, Ehre, Macht, Reichtum.

Und was kommt am Ende dabei heraus? Der Tod. Den Rest reißen sich Erben unter den Nagel. Echte Künstler sind wahre Lebenskünstler. Sonst verpassen wir das Wichtigste im Leben – das Leben. Und das allein ist einmalig.<< Quelle: Vom Tanz des Werdens.

Und wie sieht es mit dem „Nichtstun“ im Advent aus?

>>Wenn alles rennt, dann ist Advent.<<

Wie wäre es, das Gerenne in einer Ruhephase ruhen zu lassen? Haben Sie Lust darauf, einen besinnlichen Advent der besonderen Art im Kloster Schöntal mit Meditation und Gitarrenklängen zu erleben?

Kann „Nichtstun“ in der Hochleistungsgesellschaft etwas bewirken? Lässt sich Anerkennung und Sympathie dafür ernten?

Ja. Jedenfalls hat das der Weltstar Oliver Kahn während der WM 2006 entdeckt und reflektiert. In einem Interview äußerte sich Oliver Kahn:

>>Es ist genau diese Lebenserfahrung, mit der mich diese Weltmeisterschaft bereichert hat. Für einen mit meinem Denken und meiner Persönlichkeit ist das ein echter Wendepunkt. Ich war immer nur aufs Gewinnen gepolt. Ich glaubte daran, wenn ich einen Titel hole und noch einen Titel, dann macht mich das irgendwann zufrieden und glücklich. Aber so ist das leider nicht. Du hetzt sofort der nächsten Meisterschaft hinterher und machst dich verrückt damit. Das ist der falsche Weg zum Glück. Im Sommer habe ich dann feststellen dürfen, es gibt noch eine ganz andere Art von Erfolg, der nichts mit Zählbarem zu tun hat, nichts mit Titeln. Ich habe nur etwas getan, was die meisten Menschen offenbar nicht von mir erwartet haben: stillgehalten.<<

Eine andere Form einer Auszeit, einer Pause beschreibt Hape Kerkeling in seinem Buch „Ich bin dann mal weg“.

>>Was tun, wenn Mut, Mittel oder Möglichkeiten fehlen, sich für eine Zeit oder komplett aus einer rasanten Nonstop-Belastung oder einem persönlichen Hamsterrad zu verabschieden?<<

>>Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.<< Seneca

Und eine alte chinesische Weisheit sagt: >>Auch der weiteste Weg beginnt mit einem ersten Schritt.<<

Wie wäre es, im Neuen Jahr 2012 einen ersten Schritt zu wagen? Wie und wo? Zum Beispiel drei Tage im Kloster Neresheim.

 

Viel mehr als Meer

Am Meer, Foto: Heinz Scheel

Am Meer, Foto: Heinz Scheel

Kühlungsborn. Heiligendamm. Rerik. Es geht nicht um das Grand Hotel Heiligendamm sondern um viel mehr – um die Lebenskunst, um das Meditations-Seminar 2011 im Holthof.

Ankunft Samstag 30. April 14.38 Uhr in Rerik. Wir machen einen kurzen Stopp, um den Duft des Meeres zu riechen. Der Strand lockt. Die Sonne lacht. Ein leichter Wind bläst. Bis zum Tanz in den Mai dauert es noch ein paar Stunden. Die Vorfreude erreicht einen weiteren Höhepunkt.

Weite.

Gedanken verschwimmen am Horizont der Wahrnehmung. Leid, Kummer, Sorgen und die Asche der Vergänglichkeit tauchen unter in der Gischt der Brandung. Blicke segeln über die Schaumkronen der Wellen in endlose Ferne. Die Zeit lässt mich mitten im Hier und Jetzt tanzen – jenseits von Vergangenheit und Zukunft. Ein überwältigendes, grandioses Gefühl der Zeitlosigkeit berauscht mich: Viel mehr als Meer.

Möwen schreien. Vom grauen Alltag und der Hektik auf dem Highway der Erfolgsspur befreit lasse ich mich auf den Wogen des Meeres dahin treiben.

Vor der Abreise wurde ich gefragt:

>>Gibst Du Deinen Gästen eine Art Droge, Doping für die grauen Zellen? Oder wie kommt es, dass sie befreit und erleichtert immer häufiger der Versuchung erliegen, das Leben zu genießen?<<

>>Meditation macht unersättlich – frei. Sie ist eine Einladung, die dunkle Vergangenheit des ergrauten Alltags ins Jenseits zu befördern, um den Einklang mit dem Leben im Hier und Jetzt zu zelebrieren.

Und in der kommenden Woche geht um viel mehr als Meer, Meditation und Meeresrauschen. Es geht um aufgelesenes Strandgut, um die persönliche individuelle Lebenskunst in den wilden Stories des Lebens.<<

>>Geht es um das, was unbezahlbar ist, um das, was sich nicht kaufen lässt?<<

>>Ja. Es geht um Liebe, besonders um die Liebe zum Leben – jenseits der Hetze und der Jagd nach dem Nirwana durch Leistung non stop.<<

>>Da wird mein Herz für Oldies und die Beatles wach: „Money can’t buy me love…“ Liebe kann man nicht kaufen…<<

Ostern

Ostern, Foto Heinz Scheel

Ostern steht vor der Tür. Fasten- und Passionszeit enden. Der Hase verteilt bunte Eier und süße Leckereien. Unser Dichterfürst Goethe preist seinen Osterspaziergang. In Kirchen werden Kreuzigung und Auferstehung von Jesus Christus gefeiert. Die Natur lockt mit arbeitsfreien Tagen nach draußen. Die Ostermarsch-Bewegung lädt zu bunten Demonstrationen auf die Straße ein.

Wer keine Ostereier suchen möchte, kein Fan von Goethes Versen ist, der genießt vielleicht mit blinzelnden Eidechsen die angenehm wärmenden Sonnenstrahlen des erblühenden Frühlings, um Abstand vom rastlosen Getriebe, von Stress und Hektik des Alltags zu gewinnen.

>>Pause? Muße? Ferien? Erholung? Genießen? Geht das ohne „schlechtes Gewissen“? Leistung gilt als cool. Und die Aktien von Burnout-Syndromen stehen hoch im Kurs.<<

>>Die Welt im 21. Jahrhundert ist schnell, anstrengend, unberechenbar – und führt bei Millionen Deutschen zum Burnout. Hinter der modernen Epidemie verbirgt sich sehr oft eine handfeste Depression.<< So beginnt ein Artikel im Spiegel mit der Schlagzeile „Volk der Erschöpften“.

>>Was tun?<<

>>Sehet hin auf die Vögel des Himmels, dass sie nicht säen noch ernten noch in Scheunen sammeln. Betrachtet die Lilien des Feldes, wie sie wachsen. Sie mühen sich nicht, auch spinnen sie nicht.<<

So steht es im Evangelium nach Matthäus. Jesus selbst beherzigte diese Maxime radikal. Er hängte seinen Job als Zimmermann an den Nagel. Und er fand Nachahmer, Gleichgesinnte, Schüler, die seinen Ruf hörten, ihm folgten und auf gesellschaftlichen Status verzichteten. Die Jünger gaben Arbeit und Familie auf.

Dass es vergeblich ist, sich von früh bis spät abzumühen und am Brot der Sorgen zu nagen, erkannte bereits früh ein bedeutender Machthaber aus dem Nahen Osten, König Salomo. Er ist einen Schritt weiter gegangen als die weltlichen Herren aus Fernost und betont in einem seiner Psalmen: >>Den Seinen gibt es der Herr im Schlaf.<< Zitat aus „Vom Tanz des Werdens

>>Gibt es Menschen, die diesem Ruf folgen und offen sind für Genuss und den Jungbrunnen der Lebensfreude durch Meditation und Meer?<<

>>Ja. Sie treffen sich in einer Woche im Holthof an der Ostsee zu einem Seminar der besonderen Art.<<

Hier geht es zu Blätter aufgelesen Nr. 083.

Das Lächeln der Kirschblüte, Foto: H.Scheel

Das Lächeln der Kirschblüte, Foto: H.Scheel

>>Wie süß ist alles erste Kennenlernen. Du lebst so lange nur, als Du entdeckst. Doch sei getrost unendlich ist der Text und seine Melodie gesetzt aus Sternen.<< so der Poet Christian Morgenstern.

>>Die romantischen Zeilen öffnen eine tröstliche Tür, führen von der bitteren Katastrophe in Fukushima mitten hinein in eine strahlende Aussicht auf Lebensgenuss, Kirschblüten und die Möglichkeit, die Pracht des Frühlings in Liebeslust zu feiern. Sie lassen das Drama für Momente vergessen. Sie verzaubern mit einem Rausch blühender und glühender Vergänglichkeit.<<

>>Unsinn. Das sind schwärmerische Träume. Heute geht es modernen Zeitgenossen nicht um Sinnenfreude, nicht um das Lächeln der Weisheit, nicht um Vergnügen – sondern um Wachstum, Leistung und Burnout. Lästige Nebenwirkungen all inclusive haben den Zeitgeist mit Klimawandel, Kriegen, Terror, Raserei und Beschleunigung infiziert. Die viel zu knapp bemessene Zeit verfliegt und vergeht im Nu.<<

>>Nein. Es ist nicht die Zeit, die vergeht, sondern wir vergehen in der Zeit. Zeit lässt sich nicht beschleunigen. Modernste Technologie steigert „nur“ das Tempo der Produktionsprozesse und den Tsunami an Informationsfluten. Vor Burnout und depressiven Erschöpfungssyndromen kann frau und mann sich schützen.<<

>>Wie?<<

>>Zum Beispiel mit Tanzen.<<

>>Wirklich?<<

>>Ja. Unter der Schlagzeile „Burnout-Vorsorge mit Rockmusik“ hat die Heilbronner Stimme zur Neckarsulmer Oldienight geschrieben: „Weil wir tanzen wollen“, ist Heinz Scheel mit einer Gruppe von Freunden mitten im Geschehen. Er ist zum ersten Mal da, die gute Stimmung und die Musik der beiden Livebands findet er „super“. Der „Ausstieg aus dem Alltag“ sowie der „Stressabbau“, der durch das Tanzen besonders gut gelinge, reizt den Weinsberger. Als Mediationslehrer weiß er: „Die Oldienight ist die beste Burnout-Vorsorge.“<<

>>Wann beginnt das Musik- und Tanzprogramm auf Schloss Liebenstein „Live im Burggraben“?<<

>>Am Donnerstag 2. Juni eröffnen die New Shatters die Saison mit Rock-Juwelen der 60er und 70er Jahre.<<

>>Und was hilft außer Bewegung, sich vor dem Kollaps durch Burnout zu schützen?<<

>>Muße. Meditation. Genießen.<<

>>Was machen die Liebe und die Kunst?<<

>>Die ganze Kunst der Liebe beruht darauf, dass man ausspricht, was der Zauber des Augenblicks fordert.<< Stendhal

Hier geht es zu Blätter aufgelesen Nr. 082.

Nachschau

Leipzig Buchmesse 2011, Foto: Heinz Scheel

Leipzig Buchmesse 2011, Foto: Heinz Scheel

Leipzig. Vor drei Tagen endete die Leipziger Buchmesse. Der Entschluss, die nächste wieder zu besuchen, steht fest.

>>Worin liegt der besondere Reiz und Charme? Welche Veranstaltung im „Leipziger Allerlei“ hinterlässt riskante Spuren? Bleibt ein besonderes Highlight, ein fetter Braten oder ein düsteres Verließ in der Erinnerung haften.<<

>>Am liebsten erinnere ich mich an die Zukunft.<< Salvatore Dali.

Den Wettlauf mit der Konkurrenz der Leseratten zu gewinnen, ist nicht immer leicht. Nach langem Warten in einer üppigen Schlange vor dem Asisi Panometer wurden viele Fans von Ranga Yogeshwar fortgeschickt. Der Saal war voll. Das gleiche Dilemma am Freitag.  Für die Lesenacht im Academixer-Keller begann der Kartenvorkauf eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn mit Anstehen in einer Riesenschlange.

Wir drehten ab und landeten bei Prof. Dr. Burkhard Madea im Institut für Anatomie bei einer True-Crime-Lesung: Von den Maden zum Mörder.

Am Samstag fesselten mich die Spuren der geheimnisvollen Freimaurer in Leipzig. Herr Dr. Hempel weckte positive Aspekte ihrer Ideen und Interesse für das im Taurus Verlag erschienene Buch zum Thema Freimaurerei.

Wieder auf der Messe habe ich am Sonntag begonnen, das Jonglieren zu lernen, wurde auf charmante Weise mit den Freunden zeitgenössischer Dichtung in Berührung gebracht und mit Büchern zur Natur und Gesundheit.

Rückschau. Wie und wann hat meine Liebe zum „Leipziger Allerlei“ mit seinen Veranstaltungen und Lesungen quer Beet begonnen?<<

>>Als ich 2005 in Leipzig im Rahmen der Buchmesse auf meiner ersten öffentlichen Lesung Kontakt zum Publikum bekommen habe, war ich von der Droge des Lesens berauscht. Seither bin ich gerne infiziert.<<

>>Worum ist es auf dieser Lesung gegangen?<<

>>Es waren Aphorismen in einer Anthologie. Es ging um Kunst im weitesten Sinn. Um Kunst geht es auch in meinen Seminaren – um die Kunst des Lebens:

„Künstler bekritteln bisweilen, erst die Nachwelt nimmt vom Wert der Werke Notiz. Dabei sind sie in ganz alltäglicher Gesellschaft der Schaffenden und Raffenden. Es wird gemacht und getan und gehortet, um einzuheimsen, Ansehen, Ruhm, Ehre, Macht, Reichtum. Und was kommt am Ende dabei heraus? Der Tod. Den Rest reißen sich Erben unter den Nagel. Echte Künstler sind wahre Lebenskünstler. Sonst verpassen wir das Wichtigste im Leben – das Leben. Und das allein ist einmalig.<< Zitat aus „Vom Tanz des Werdens„.

Kernkraft, Foto: Heinz Scheel

Tokio. Leipzig. Die Leipziger Lese-Fete mit über 2.000 Veranstaltungen und mehr als 1.500 Autoren im Rahmen der Buchmesse Leipzig hat begonnen!

>>Wie reagiert die Comic- und Manga-Szene der Leipziger Buchmesse auf die alles überstrahlende Katastrophe in Japan?<<

>>Gemeinsam mit der Deutsch-Japanischen Gesellschaft soll während der vier Messetage eine Spendenaktion für die Opfer der Katastrophe in Japan laufen. „Wir möchten einfach zeigen, dass wir uns zwar über unsere Veranstaltung freuen, aber zur Hilfe beitragen wollen“, so Messe-Geschäftsführer Martin Buhl-Wagner am Mittwoch. Zuvor hatte einer der beiden japanischen Aussteller, ein Comic-Verlag aus Tokio, seine Teilnahme angesichts der dramatischen Lage im Land abgesagt.<< berichtet Stern-de.

>>Wie reagieren Medien?<<

Wie geht es mir heute auf dem Weg zum Messegelände, wo ich 2005 meine ersten Texte vorgetragen habe? Jetzt sind diese Reflexionen aktueller denn je:

>>Es scheint leichter zu sein, das Hexenwerk der Gerätemacht herauf zu beschwören, als sich vor seinen Nebenwirkungen zu schützen.<<

Ist die Katastrophe nur eine Nebenwirkung im Spiel der Macht und der Ohnmacht? Zwei Zitate aus Aphorismen 2005:

>>Das Spiel mit dem Feuer fasziniert Kinder. Erwachsene pumpen die letzten Tropfen Erdöl aus dem Planeten und fackeln sie ab. Um radioaktive Zeitbomben wird hoch gepokert. Pyromanie hat den grünen Tisch und das herrschaftliche Parkett erobert. Sie ist salonfähig geworden.

Flora und Fauna können den homo oeconomicus begraben und überleben. Er kann es sich nicht erlauben, sie nieder zu machen, außer er möchte mit Fleiß Sado-Maso-Selbstmord auf Raten begehen.<<

Ist die Nutzung der Kernkraft ein abenteuerlicher, technischer Quantensprung oder…? Wird den Menschen ein humaner Quantensprung gelingen? Wie riskant sind Technik, und Politik? Wie gefährlich sind Mensch und Leben?

>>Leben ist immer lebensgefährlich.<< Erich Kästner

Und hier geht es zu Blätter aufgelesen Nr. 081.

Die tollen Tage

Karneval, Foto: Heinz Scheel

Karneval, Foto: Heinz Scheel

Rom. Florenz. Venedig. Vor der Fastenzeit inszenieren Jung und Alt ihre bunte Narren- und Maskenfreiheit. Die einen schwärmen in historischen Kostümen auf die Straßen und Plätze und verbergen sich hinter klassischen Masken, andere experimentieren und lassen ihrer Phantasie und Lebensfreude freien Lauf.

Die fünfte Jahreszeit lockt mit närrischem Freiraum. Vergnügen, Spaß und überschäumende Lebenslust lassen den grauen Alltag vergessen.

Fans von Fasching, Karneval und Fasnacht freuen sich mit Prinzen, Narren und Gefolge auf die Rosenmontagsumzüge in Mainz, Köln und Düsseldorf.

Hoch her geht es auch in Brasilien, in Rio de Janeiro. Stern.de schreibt:

>>Brasilianische Regierung verteilt 84 Millionen Kondome. Es ist die Hochburg des Karnevals schlechthin: Rio de Janeiro. Dort wird gern bis zur Ekstase gefeiert. Und auch andere Höhepunkte kommen zum Tragen. … Zum berühmten Karneval in Brasilien verschenken die Gesundheitsbehörden des Landes 84 Millionen Kondome – 26 Millionen mehr als noch beim Karneval im vergangenen Jahr. „Es geht darum, Leben zu retten“, sagte Gesundheitsminister Alexandre Padrilha am Freitag in der Hauptstadt Brasília. Über die Notwendigkeit, beim Geschlechtsverkehr zum Schutz vor Aids Kondome zu benutzen, sollen auch Werbespots in Fernsehen und Internet informieren. Die Kampagne richtet sich insbesondere an junge Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren. Diese seien besonders gefährdet, sich mit dem Aids-Virus HIV zu infizieren, sagte Padrilha.<<

Am Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit. Verzicht? Askese? Anselm Grün äußert sich dazu hier.

>>Zwischen Narrheit und Weisheit lodern die Flammen des Geistes, die zu den Quellen der Eigenverantwortung und des Selbstbewusstseins führen.<<

>>Was geschieht nach dem Karneval, nach der Fastenzeit?<<

>>Das Leben tanzt seine Tänze – die einen segeln auf den Wellen von Liebe, Lust und Leid dahin, andere erklimmen die Gipfel von Leistung und Erfolg. Wieder andere stürzen ab und landen im Jammertal von Ruin und Misserfolg.<<

Hier geht es zu Blätter aufgelesen Nr. 080.

Tai Chi für Kinder

Tai Chi für Kinder

Tai Chi für Kinder

Buchrezension. Die Autorin Barbara Reik und das Buch „Tai Chi für Kinder“ mit dem Untertitel „mit Tiger und Bär zu mehr Körperbewusstsein, Bewegung und Ruhe“ sind mir das erste Mal im Kloster Neresheim im Januar 2011 begegnet.

Auf 141 Seiten werden Grundlagen, Übungen und Spiele für Kinder anschaulich, übersichtlich und praktikabel dargestellt. Wer mit Kindern in der KITA, in der Schule, in der Familie, im Sportverein, in der Gesundheitsvorsorge oder auf Freizeiten unterwegs ist, findet in der fundierten Lektüre Anregungen für Körperwahrnehmung und Vorstellungsvermögen mit Spiel, Spaß und Training von „Tiger und Bär“, von Tai und Chi.

„Tai Chi für Kinder“ ist 2007 im Mankau Verlag erschienen und kostet 12,95 €. ISBN 978-3938396-09-04.

Ergänzend zum Buch locken das kuschelige Verwandlungstier Tai Chi und die Handpuppen Tai und Chi. Exklusiv hergestellt werden sie von der Lebenshilfe.

Ohren und Psyche lädt eine Audio-CD ein: „Mit Tiger und Bär ins Land der Phantasie, sechs Geschichten zum Träumen“, vorgelesen von dem Schauspieler und Regisseur Wolfgang Klein.

Frau Christel Trappenberg, Erzieherin, sagt zu „Tai Chi für Kinder“:

>>Das Buch ist praxisbezogen und gut verständlich, auch für Menschen, die sich noch nicht mit Tai Chi beschäftigt haben. Anschaulich berühren die Geschichten von Tiger und Bär, zwei Figuren in einem – eine geniale Idee, die Kinder und Erwachsene anspricht. Die Traumreisen und Episoden von Bär, Tiger und Tai Chi regen zu Entspannung und Bewegung und zum Spiel mit der eigenen Phantasie an. Wir werden auf der Pfingstfreizeit 2011 für Familien im Kloster Schöntal auch mit Tiger und Bär auf die Reise gehen und zusammen spielen..<<

Mein Fazit: Ein absolut lesenswertes Buch nicht nur für Pädagogen/innen.

Hier geht es zu Blätter aufgelesen Nr. 079.

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