Vergänglichkeit ist unvergänglich.
Künstler bedauern und bekritteln bisweilen, erst die Nachwelt nimmt vom Wert der Werke Notiz. Dabei sind sie in ganz alltäglicher Gesellschaft der Schaffenden und Raffenden. Es wird gemacht und getan und gehortet, um einzuheimsen, Ansehen, Ruhm, Ehre, Macht, Reichtum.
Und was kommt am Ende dabei raus? Der Tod. Den Rest reißen sich Erben unter den Nagel. Echte Künstler sind wahre Lebenskünstler. Sonst verpassen wir das Wichtigste im Leben – das Leben. Und das allein ist einmalig.
Aus Anthologie Neue Literatur 2005, Heinz Scheel.
Blätter aufgelesen Nr. 002, Worte zu Rinzai, und Kōan.

Hallo Heinz,
auch hier hast du das „Leben jetzt“ sehr gut beschrieben. Wie du sagst „der echte Künstler ist der wahre Lebenskünstler“. Das bestätigt zum größten Teil die Geschichte und zeigt sich auch heute noch vereinzelt. Es sind diese Menschen (Lebenskünstler), denen am Reichtum nichts liegt, die ganz in ihrem künstlerischem Können das Leben genießen und wiedergeben. Sie haben nur die glücklichen Momente von heute in sich, unbedacht dabei auf morgen. Sie fallen auch mal wieder in ein Loch, aber sie stehen mit eigenen Füßen wieder im Leben. Bei ihnen steht nicht der Neid, Ruhm oder eine bestimmte Macht im Vordergrund. Sie sind ihrer eigenen Herausforderung gerecht.
Auch hier ein besonderer Dank.
Liebe Grüsse
Julie
…Lebenskünstler… Danke für deine Komplimente und deine Kommentare. Gleich mehrere an einem Tag und noch dazu zu zurückliegenden Texten. Das wird Leserinnen und Leser anregen, zu blättern – auch in deinen Seiten. Wünsche dir gute, schöne Gedanken und Bilder für deine Gedichte.
es grüßt heinzscheel