Leipzig. Vor drei Tagen endete die Leipziger Buchmesse. Der Entschluss, die nächste wieder zu besuchen, steht fest.
>>Worin liegt der besondere Reiz und Charme? Welche Veranstaltung im „Leipziger Allerlei“ hinterlässt riskante Spuren? Bleibt ein besonderes Highlight, ein fetter Braten oder ein düsteres Verließ in der Erinnerung haften.<<
>>Am liebsten erinnere ich mich an die Zukunft.<< Salvatore Dali.
Den Wettlauf mit der Konkurrenz der Leseratten zu gewinnen, ist nicht immer leicht. Nach langem Warten in einer üppigen Schlange vor dem Asisi Panometer wurden viele Fans von Ranga Yogeshwar fortgeschickt. Der Saal war voll. Das gleiche Dilemma am Freitag. Für die Lesenacht im Academixer-Keller begann der Kartenvorkauf eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn mit Anstehen in einer Riesenschlange.
Wir drehten ab und landeten bei Prof. Dr. Burkhard Madea im Institut für Anatomie bei einer True-Crime-Lesung: Von den Maden zum Mörder.
Am Samstag fesselten mich die Spuren der geheimnisvollen Freimaurer in Leipzig. Herr Dr. Hempel weckte positive Aspekte ihrer Ideen und Interesse für das im Taurus Verlag erschienene Buch zum Thema Freimaurerei.
Wieder auf der Messe habe ich am Sonntag begonnen, das Jonglieren zu lernen, wurde auf charmante Weise mit den Freunden zeitgenössischer Dichtung in Berührung gebracht und mit Büchern zur Natur und Gesundheit.
Rückschau. Wie und wann hat meine Liebe zum „Leipziger Allerlei“ mit seinen Veranstaltungen und Lesungen quer Beet begonnen?<<
>>Als ich 2005 in Leipzig im Rahmen der Buchmesse auf meiner ersten öffentlichen Lesung Kontakt zum Publikum bekommen habe, war ich von der Droge des Lesens berauscht. Seither bin ich gerne infiziert.<<
>>Worum ist es auf dieser Lesung gegangen?<<
>>Es waren Aphorismen in einer Anthologie. Es ging um Kunst im weitesten Sinn. Um Kunst geht es auch in meinen Seminaren – um die Kunst des Lebens:
„Künstler bekritteln bisweilen, erst die Nachwelt nimmt vom Wert der Werke Notiz. Dabei sind sie in ganz alltäglicher Gesellschaft der Schaffenden und Raffenden. Es wird gemacht und getan und gehortet, um einzuheimsen, Ansehen, Ruhm, Ehre, Macht, Reichtum. Und was kommt am Ende dabei heraus? Der Tod. Den Rest reißen sich Erben unter den Nagel. Echte Künstler sind wahre Lebenskünstler. Sonst verpassen wir das Wichtigste im Leben – das Leben. Und das allein ist einmalig.<< Zitat aus “Vom Tanz des Werdens“.

Ich merke gerade in diesem Moment, dass ich diese Seite deutlich öfter besuchen müsste
– da kommt der Leser wirklich auf geniale Einfälle.
Theoretisch ist das ne geniale Geschichte, ich bin mir aber unsicher, ob das auch standig realistisch brauchbar sein wird!